Bodypainting Darmstadt – Ein gegenseitiges Geschenk

Bodypainting Darmstadt: Mein Mann und ich schenkten uns gegenseitig ein Bodypainting bei Rosel Grassmann. Am 22.10. fand der sogenannte Tupfeltag statt. Eigentlich werden nur das Dekolleté und die Arme bemalt, aber wir legten nochwas drauf und ließen uns bis zur Taille färben.

Das Procedere fing sehr früh in Rosels Wohnung an, weil ja zwei Personen an einem Tag fertig bemalt werden sollten, und hinterher sollte noch das Fotoshooting reinpassen. Zuerst bestaunten wir die vielen schönen Fotos von bemalten Menschen und waren gespannt, wie wir am Ende wohl aussehen würden. Rosel begann mit ein paar Lockerungsübungen, damit wir richtig ankommen konnten.

Als wir unsere Farben auswählen sollten, nahm mein Mann ein kühles Rot als Grundfarbe. Da ich ihn kaum je aggressiv erlebt habe, empfand ich diese Farbe als sehr förderlich für ihn. Mich sah ich in Erdfarben. Eigentlich mag ich an mir keine warmen Farben, aber ich bin nicht gut geerdet und wollte auf den Fotos mit der Natur verschmelzen. Jeder von uns bekam also die Farbe, die ihm fehlte.

Rosel beriet uns hinsichtlich der Muster und Farbzusammenstellung und half uns auf einfühlsame Weise, uns in farbige Wesen zu verwandeln. Die Farbe wird vorsichtig, aber beherzt mit feuchten Schwämmchen aufgetragen. Hinterher werden mit Pinsel und anderen Hilfsmitteln Strukturen hinzugefügt. Rosel hat einen riesigen Fundus an Modeln, Deckchen (damit erreicht man eine Echsenstruktur!), Mohnblütenständen, Zapfen und anderen Materialien.

Zuerst bemalten Rosel und ich meinen Mann, dann war Mittagpause, dann wurde ich von den beiden bemalt. Und dann mussten wir uns beeilen, auf das umzäunte Gelände zu fahren, denn es war schon Nachmittag, und bald würde es dunkel werden.

Anziehen durften wir uns logischerweise nicht, weil sonst die Farbe verschmiert worden wäre, aber in Tücher durften wir uns hüllen. Letztlich war ich es, die alle Tücher brauchte, denn wer mich kennt, weiß, dass ich leicht friere. Das Gelände war überraschend groß und zugewachsen, es wehte ein frischer Wind und die Grundtemperatur betrug 15 Grad. Ich fühlte mich wie bei Germany’s Next Top Model: Während mein Mann geshootet wurde, war ich in meine Tücher eingewickelt, aber wenn ich an der Reihe war, entledigte ich mich der schützenden Hüllen. Dann räkelte ich mich entspannt in der Natur, als wäre es ein schöner Sommertag.

Auch wenn es für meinen Geschmack ein bisschen zu frisch war, hat das Shooting viel Spaß gemacht, und ich würde es jederzeit wieder machen. Dieser Tag war eine sehr schöne Erfahrung, denn man ist wirklich in Farbe ein anderer Mensch. Wir fühlten uns freier und bezogen uns auf andere Art aufeinander als sonst. Nach dem Shooting fuhren wir zurück zu Rosel, wärmten uns mit einer Suppe auf und suchten Fotos aus. Als wir zu Hause angekommen waren, duschte ich ca. eine halbe Stunde, erstens, weil es doch eine Weile dauert, bis die Farbe abgewaschen war, zweitens, weil ich ein so großes Bedürfnis nach Wärme hatte.

Und jetzt zeigen wir Ihnen einen Teil der Fotos (mit freundlicher Genehmigung von Rosel Grassmann):