Sie wollen Ihre Flyer erstmal selbst machen, um Geld zu sparen?

Den Flyer selbst machen – das klingt wie eine gute Idee. Denn vielen angehenden Unternehmern ist es zu teuer, sich Werbung von einem Profi machen zu lassen. Nachdem sie schon viel Geld in ihre Ausbildung oder in die Ausstattung gesteckt haben, wollen sie nicht auch noch in die Werbung investieren. “Ich fang’ erst mal mit einem selbstgemachten Flyer an. Das muss reichen für den Anfang.”

Wenn Sie einen Dollar in Ihr Unternehmen investieren, müssen Sie einen zweiten bereithalten, um das bekannt zu machen.

Henry Ford

Was sind die typischen Fehler von Existenzgründern und wie kann man sie vermeiden?

1. Sie machen sich keinerlei Gedanken um die richtige Zielgruppe – oder sie wählen eine zu große.

Das ist eigentlich der Anfang der ganzen Fehlerkette, denn ohne sorgfältig definierte Zielgruppe ist es schwierig, eine Corporate Identity und eine dazu passende Tonalität zu entwickeln.

2. Sie entwerfen ihr Logo selbst.

Sowas passiert meist in launiger Atmosphäre in der Kneipe, auf einem Bierdeckel, zusammen mit guten Freunden. Dann basteln Sie mit irgendeiner günstigen Software vom Discounter eine jpg-Grafik daraus, nehmen irgendeine Schrift – und das ist dann das Logo.
Aber stellen Sie sich vor, Sie würden in einem Club einen coolen Typen aufreißen und eine heiße Nacht mit ihm verbringen. Würden Sie ihn deswegen gleich heiraten?

Wenn Sie ein am Kneipentisch spontan entstandenes Gekritzel als Logo verwenden, ist das ungefähr so, als ob Sie mit Ihrem One-Night-Stand zum Standesamt gehen und erwarten, dass eine Super-Ehe daraus wird.

Ein Logo sollte laaaaange halten, d.h. man sollte es möglichst lange nicht ändern. Ein selbstgemachtes Logo sieht aber meist unharmonisch und zusammengestoppelt aus – laienhaft eben. Wenn Sie nun merken, dass Ihr selbst gebasteltes Logo scheiße aussieht, ist es wirklich so, als wenn Sie verkatert feststellen, dass der spontan geheiratete Typ eine Nullnummer ist. Und dann? Machen Sie ein neues Logo, vielleicht diesmal mit der Tochter Ihrer Freundin, die gerade Design studiert. Die macht es für lau, also nehmen Sie es, auch wenn es Ihnen immer noch nicht so richtig gefällt. Nach einer Weile gehen Sie dann doch zu einem Designer.

Tipp: Wenn Ihnen ein maßgeschneidertes Logo zu teuer ist (aber schauen Sie bitte erstmal meine Preise an), verzichten Sie lieber erst einmal ganz auf ein Logo. Oder kaufen Sie eins von www.logomarket.com – dort bekommen Sie günstige Logos, die auch wirklich ganz schick aussehen.

3. Sie benutzen selbst gemachte Flyer.

Sie sind mit dem Bürodrucker ausgedruckt und in MS Word erstellt. Sie haben keine Fotos oder nur gerippte aus dem Internet, sie haben verschiedene Schriftarten und -größen, die Sätze sind zu lang oder zu kurz oder zu nichtssagend, und vielleicht strotzt der Flyer sogar vor Rechtschreib- und Kommafehlern.

Nehmen Sie sich und Ihre Arbeit ernst und schätzen Sie sich selbst wert. Sparen Sie also nicht am falschen Ende. Ihr Kunde soll Ihre Arbeit bezahlen – aber Sie sind nicht bereit, diese Arbeit ansprechend darzustellen?

Wenn Sie keinen ordentlichen Flyer machen lassen wollen, signalisieren Sie Ihrem Kunden entweder: „Ich bin es mir nicht wert, professionelle Werbematerialien machen zu lassen“ oder „Du bist mir keine schönen Werbematerialien wert“ oder zumindest „Ich bin noch Anfänger oder insgesamt einfach unprofessionell.“ Nur im günstigsten Fall signalisieren Sie ihm: „Ich bin so beschäftigt, dass ich einfach nicht dazu komme, mir gute Flyer machen zu lassen, und bisher habe ich auch keine gebraucht, weil ich nämlich so großartig bin, dass mir alle die Bude einrennen.“ Aber der letztgenannte Fall kommt leider sehr selten vor, und Sie sollten sich nicht darauf verlassen, dass man Sie so wahrnimmt.

Was ich meistens erlebe, ist die folgende Reihenfolge:

1. Ich kann was und möchte es verkaufen.
2. Ich glaube, es braucht jemand.
3. Ich biete meine Tätigkeit meinen Freunden und Bekannten an.
4. Ich mache einen Flyer, in dem ich genau erkläre, was ich mache. Ich mache ihn erstmal selbst, weil ich mir einen teuren noch nicht leisten kann.
Ich bleibe in der Gestaltung vorsichtig, damit ich niemanden verprelle.
5. Meine Zielgruppe: alle! Mein Produkt ist so toll, das braucht eigentlich jeder.
6. Mein Bekannter macht mir eine Website, das reicht für den Anfang. Ein Logo mache ich selbst.

Wenn man ein Geschäft plant, ist es gut, die folgenden Schritte einzuhalten und Fragen zu stellen:

1. Schritt: Ich habe festgestellt, ich kann was und jetzt möchte ich es verkaufen.
2. Schritt: Braucht das jemand? (Marktforschung ist teuer, aber man kann auch mit kleinem Budget rausfinden, ob es jemand braucht)
3. Schritt: Wer braucht es?
4. Schritt: Wissen die auch, dass sie es brauchen?
5. Schritt: Mag ich diese Leute – denn wenn ich ständig mit ihnen zu tun habe, sollte ich sie mögen, sonst habe ich eine furchtbare Zeit.
6. Schritt: Wie kommuniziere ich, was ich kann? Hier kommen Logo, Flyer und sonstige Maßnahmen ins Leben.
7. Schritt: Jetzt beginne ich meine Geschäftstätigkeit.

Die linke Herangehensweise kann man wählen, wenn ein riesiger Markt da ist, wenn alle nach meinem Produkt so sehr lechzen, dass es völlig egal ist, wie ich auftrete.
In allen anderen Fällen ist sie ungünstig, weil man ihr immer anmerkt, dass der Unternehmer noch nicht richtig angefangen hat. Aber wer geht schon gerne zu einem Anfänger, wenn es viele Könner gibt?

Deshalb: Tun Sie sich und Ihrem Unternehmen etwas Gutes und kommen Sie zu mir. Sie können auch in Raten zahlen.

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