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Ho’oponopono / Hooponopono

Ho’oponopono ist eine Methode, sich selbst zu vergeben, indem man den eigenen Anteil im Anderen sieht. Schon die Entstehungsgeschichte ist sehr berührend: Durch die “Selbstvergebung” des hawaiianischen Arztes Dr. Ihaleakala Hew Len konnte eine ganze Abteilung einer forensischen Psychiatrie geschlossen werden – weil alle Insassen geheilt worden waren, obwohl der Arzt nie einen der Patienten zu Gesicht bekommen hatte. Er hatte nur die Akten der Insassen in einem Büro studiert. Und dabei arbeitete er an sich selbst, indem er den Teil in sich heilte, der den “verhaltensauffälligen” Teil im Anderen erschaffen hatte.

Dr. Len ist der Auffassung, dass alles, von dem man auch nur Kenntnis erhält, etwas mit einem selbst zu tun hat. Er stellte sich die Frage: “Was passiert in mir, dass ich das erfahre?” Er erfuhr also von gewalttätigen Patienten und solchen, die auf der Station durchdrehten, und er suchte nach dem Teil in sich, der dieses Verhalten erschaffen hatte.

Wenn man die vollkommene Verantwortung für sein Leben übernimmt, dann ist alles, was man sieht, hört, schmeckt, berührt oder sonstwie erfährt, in der eigenen Verantwortung, allein, weil es auftaucht. Im Grunde existiert nichts wirklich – nur als Projektion aus dem Inneren.

Wie es geht:

Ich bestätige die Anwesenheit des Hässlichen in mir: Es tut mir leid.
Ich liebe das Hässliche in mir Ich liebe mich (dich).
Ich danke für die Umwandlung des Hässlichen in mir: Ich danke.
Ich verzeihe dem Hässlichen in mir: Ich verzeihe (es) mir (dir).

Dann kann man noch sagen “Ich segne dich. Ich übergebe es Gott. Ich lasse dich los in die bedingungslose, göttliche Liebe, von der du ein Ausdruck bist.”

Meist ist es hilfreich, diese Sätze mehrere Male zu sagen oder zu denken, so lange, bis man eine Veränderung wahrnimmt. Und wenn ein Satz besonders schwer über die Lippen kommt, ist dies nicht schlimm – die Göttliche Sphäre benötigt nur eine kleine Bereitwilligkeit.

Es ist sehr lohnend, Dr. Ihaleakala Hew Len selbst anzuschauen, denn er ist eher ein bärbeißiger Mensch (ähnlich wie Marshall Rosenberg) und wirkt gar nicht so “heilig”, wie seine Arbeit es vermuten lassen würde:

(Es sind im Ganzen neun Videos.)